Woraus wird Speisegelatine hergestellt? Aufklärung

Woraus wird Speisegelatine hergestellt

Speisegelatine befindet sich in vielen Lebensmitteln. Sie eignet sich gut für die Verarbeitung, da sie geruchs- und geschmacksneutral ist. In Wasser quillt die Gelatine auf und löst sich ab circa fünfzig Grad Celsius auf. Dadurch wird die Flüssigkeit, in der sich die Gelatine befindet, eingedickt und bleibt auch nach dem Abkühlen in einem stabilen Zustand. Zum Beispiel ist die Gelatine in fast allen Weingummi-Sorten sowie Marshmellows, Lakritz und Joghurts verarbeitet.

Sie ist aber auch in Lebensmitteln enthalten, von denen man es vielleicht nicht sofort vermuten würde. Da es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, die Gelatine auf der Zutatenliste anzugeben, ist es oft schwer, genau zu sagen, in welchen Lebensmitteln sich das Produkt wirklich befindet. Es wird zum Beispiel auch in Fitnessriegeln und verschiedenen Käsesorten verarbeitet. Auch in vielen Kosmetikprodukten komme die Gelatine vor, was für viele Menschen ein Problem darstellen kann.

Was genau ist Gelatine?

Gelatine sorgt für viel Gesprächsstoff unter den Menschen und man hört immer wieder, dass sie aus aus Tierknochen bestehe. Man kann es sich bei den süß schmeckenden Weingummis oder zum Beispiel der Gussschicht auf dem Kuchen nicht vorstellen, aber tatsächlich ist die Gelatine ein tierisches Produkt. Sie besteht aus denaturierten Enzymen des Bindegewebes und der Knochen.

Hauptsächlich wird die Gelatine aus Rindern und Schweinen gewonnen, es eignet sich aber auch Geflügel und Fisch. Das Gewebe der Proteine wird behandelt und das Strukturprotein Kollagen während des Prozesses gewonnen. Die Gelatine besteht letztendlich zu 85% aus diesem Protein, das für die Stabilität nach der Verarbeitung sorgt. Die restlichen Prozent der Gelatine macht Wasser aus.

Wie gesund ist Gelatine?

Gelatine ist ein rein natürliches, tierisches Produkt, das fast nur aus Eiweiß besteht. Der menschliche Körper benötigt Aminosäuren, um aus ihnen Proteine herzustellen. Es gibt zehn Aminosäuren, die der Körper nur aus der Nahrung gewinnen kann. Sie werden essenzielle Aminosäuren genannt und Gelatine enthält neun der zehn Aminosäuren. Sie liefert dem Körper also einen wichtigen Baustein für einen gesunden Organismus und den Aufbau von Proteinen.

Des Weiteren stärkt die Gelatine die Gelenke und Knochen. Sie wird zum Beispiel von Sportlern benutzt, die eine hohe Belastung auf ihre Gelenke ausüben. Auch Ärzte setzen sie aus medizinischen Gründen ein, um poröse Knochen zu behandeln und Brüchen entgegenzuwirken. Der Gelatine wird ebenfalls nachgesagt, dass sie die Haut strafft und die Nägel und Haare stärkt.

Welche Ersatzprodukte gibt es?

Obwohl die Gelatine ein praktisches Hilfsmittel für die Herstellung vieler Speisen und Getränke ist und sich zusätzlich positiv auf die Gesundheit eines Menschen auswirkt, gibt es viele, die auf dieses Produkt verzichten möchten. Dies können Vegetarier und Veganer sein, die aus ethischen oder persönlichen Gründen keine tierischen Produkte zu sich nehmen wollen. Aber auch die Religion kann ein Grund dafür sein.

Diese Menschen können auf Ersatzprodukte umsteigen. Es gibt einen Stoff, der Agar Agar heißt und aus den Zellwänden bestimmter Algen gewonnen wird. Der Stoff hat eine ähnliche gelierende Wirkung wie Gelatine, aber da er nicht aus tierischem Eiweiß besteht, liefert er dem Körper keine Aminosäuren und hat keine positive Wirkung auf den Körper. Für das Andicken von Marmelade und anderen Süßspeisen kann auch Pektin verwendet werden.

Es ist ein Vielfachzucker, der erhitzt werden muss und dadurch das Lebensmittel eindickt. Auch Johannisbrotkernmehl kann als Gelatineersatz verwendet werden, da es kein tierisches Produkt ist, sondern von dem Johannisbrotbaum gewonnen wird. Es wird häufig zum Andicken von Saucen oder Suppen verwendet und eignet sich hauptsächlich für herzhafte Speisen.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here