Wasserdruck im Haus erhöhen – Anleitung & Tipps

Wasserdruck im Haus erhöhen

Wenn der Wasserdruck im Haus zu niedrig ist, kann ein Anpassen des Druckreglers genügen. In anderen Fällen können Lecks oder Verkalkungen vorliegen, die behoben werden müssen. Unterschiede gibt es zwischen Kalt- und Heißwasserhähnen. Wie sich der Wasserdruck im Haus erhöhen lässt und wann ein Fachmann ran muss.

Wasserdruck am Manometer regulieren

Das Wasser in der Dusche oder im Spülbecken hat zu wenig Druck? Manchmal genügt es bereits, Kalk- und Schmutzreste aus dem betroffenen Wasserhahn zu entfernen. Hilft das nicht, gilt es den Wasserdruck für das Haus abzulesen. Die Werte finden sich am Druckregler und werden abgelesen, indem ein beliebiger Wasserhahn aufgedreht wird. Fällt der Wasserdruck zu gering aus, kann der Druck über den Druckregler erhöht werden.
Als Orientierung können drei Bar Wasserdruck herangezogen werden. Dieser Wert sollte genügen, um auch in mehrstöckigen Häusern einen guten Wasserdruck zu erhalten. Unter Umständen kann aber auch eine Verunreinigung im Wasserhahn selbst ursächlich sein. Mit handelsüblichen Rohrreinigern aus dem Baumarkt lässt sich das Problem beheben.

Tipp: In Häusern mit Wasserenthärter fällt der Wasserdruck manchmal niedriger aus. Es kann genügen, die Einstellung am Wasserenthärter auf „Bypass“ zu stellen. Sollte sich der Druck dadurch erhöhen, muss der Wasserenthärter gewartet werden.

Wasserdruck in den Heißwasserhähnen erhöhen

Falls lediglich der Wasserdruck in den Heißwasserhähnen zu niedrig ist, kann zunächst der Heißwasserboiler überprüft werden. Mögliche Auslöser sind Ablagerungen oder Lecks in den Ventilen. Während Ablagerungen durch das Spülen des Tanks selbst beseitigt werden können, sind Lecks ein Fall für den Fachmann.

Möglicherweise sind die Heißwasserversorgungsleitungen zu klein. Als Mindestmaße für die Rohre, die vom Heißwasserboiler abgehen, werden 19 Millimeter empfohlen. In Häusern mit mehreren Badezimmern gelten 25 Millimeter als Minimum. Zu kleine Rohre müssen langfristig ausgetauscht werden, wenn der niedrige Wasserdruck als störend empfunden wird. Zeigt dies keine Wirkung, sollte als nächster Schritt die Wasseruhr überprüft werden.

Die Wasseruhr überprüfen und Lecks ermitteln

Zunächst müssen alle Wasserhähne im Haus geschlossen werden. Anschließend kann die Wasseruhr abgelesen werden. Dreht sich die dreieckige oder runde Skala, besteht noch ein Wasserzulauf. Insofern alle Hähne sorgfältig geschlossen wurden, kann dies auf ein Leck in den Rohren hindeuten. Es empfiehlt sich, den Messwert zu notieren und einige Stunden später noch einmal abzulesen. Hat sich der Wert verändert, ohne dass die Hähne benutzt wurden, liegt ein Leck vor.

Wasserdruckverstärker bei anhaltenden Problemen

Die Leitungen wurden überprüft und das Manometer neu eingestellt. Wenn der Wasserdruck weiterhin zu niedrig ist, empfiehlt sich ein Anruf beim zuständigen Wasserversorgungsunternehmen. Dort kann Auskunft über den statischen Wasserdruck in der Umgebung gegeben werden. Liegt der angegebene Wert unter 30 psi bzw. 2,1 bar, liegt das Problem bei der Stadtwasserversorgung. Ein Wasserdruckverstärker erhöht den eingehenden Wasserdruck. Um Schäden an den Leitungen bis hin zum Rohrbruch zu vermeiden, müssen die Leitungen zunächst gesäubert und im Falle von Korrosion oder Lecks ausgetauscht werden.

Bei Wasserversorgungen aus einem Schwerkraftflusssystem sollten keine eigenständigen Anpassungen vorgenommen werden. Ein Profi muss die Leitungen überprüfen und bei Bedarf die entsprechenden Verstärker installieren.

Zuleitungen mit hochwertigen Materialien modernisieren

Bei anhaltendem Problemen mit dem Wasserdruck im Haus müssen die alten Zuleitungen modernisiert werden. Das gelingt, indem die Hauptleitungen am Haus oder im Keller lokalisiert und durch moderne Rohre aus Kupfer oder Plastik ersetzt werden. Dann verstopfen oder verkalken die Rohre weniger schnell und sind zudem deutlich widerstandsfähiger.

Wenn Arbeiten an den Rohren selbst vorgenommen werden, wird das geeignete Klempnermaterial benötigt. Beim Einsatz minderwertiger Materialien drohen Korrosion und dadurch wiederum Lecks. Die Folge können Wasserschäden oder Belastungen mit Pilzen oder Bakterien sein. Für bestimmte Arbeiten wird zudem eine Genehmigung von der Hausverwaltung oder der Stadt benötigt.

Werden die genannten Maßnahmen nicht eingehalten, können nicht nur gesundheitliche Risiken auftreten, auch der Versicherungsschutz ist unter Umständen gefährdet. Um dies zu vermeiden, sollten Facharbeiten an Rohrleitungen immer von einem Profi erledigt werden.

Wasserdruck noch immer zu gering: Das ist zu tun

Sollte der Wasserdruck immer noch zu gering sein, muss ein Fachmann kontaktiert werden. Der Profi kann den Wasserdruck mit Spezialwerkzeug messen und die geeigneten Schritte unternehmen, damit Heiß- und Kaltwasser wieder mit dem gewünschten Druck fliesen.
Ist der Wasserdruck im ganzen Haus zu niedrig, liegt wahrscheinlich ein externes Problem vor. Der Druck am Druckregler sollte in diesem Fall nicht selbstständig erhöht werden. Besser ist auch in diesem Fall ein Anruf beim örtlichen Klempner.

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