Was macht ein Arbeitstherapeut? – Aufklärung

Was macht ein Arbeitstherapeut

Das Feld der beruflichen Werdegänge vergrößert sich scheinbar mit jedem Tag. Dabei ist es nicht immer einfach, den Überblick über die verschiedenen Berufsformen zu behalten und gleichzeitig zu wissen, welche Tätigkeit einer bestimmten Jobbezeichnung zugeordnet wird. Heute nehmen wir uns dem Beispiel des Arbeitstherapeuten an. Die Berufsgruppe ist dabei auch oftmals unter der Bezeichnung „Arbeitserzieher“ bekannt. Doch wie sieht eigentlich der berufliche Alltag jener Personengruppen aus? Mit unserem nun folgenden Beitrag möchten wir Sie hinsichtlich dieser Fragestellung aufklären.

Die Tätigkeit des Arbeitstherapeuten

Der Beruf des Arbeitstherapeuten entstand in Deutschland gegen Ende der 1950er Jahre und ist seit dem Jahre 1960 ein offiziell anerkannter Ausbildungsberuf. Innerhalb ihrer Tätigkeit beschäftigen sich Arbeitstherapeuten mit Klienten, die mit psychischen, sozialen, kognitiven oder motorischen Defiziten zu kämpfen haben.

Dabei können diese Einschränkungen entweder auf eine körperliche oder geistige Behinderung zurückgehen, oder sich aber in Folge eines Unfalls oder einer Krankheit im Laufe der Zeit entwickelt haben. Das Ziel des Arbeitstherapeuten ist es nun, diese eingeschränkten Fähigkeiten seines Patienten zu stärken und zu fördern. Hierzu entwickeln Arbeitstherapeuten individuell abgestimmte Therapiepläne, die sich den gesundheitlichen Problematiken des betroffenen Menschen anpassen.

Diese Pläne enthalten wiederkehrende therapeutische Maßnahmen, die in den Alltag des Klienten eingebaut werden und dem Zweck dienen, dem Patienten die Bewältigung der Anforderungen des privaten und beruflichen Lebens zu erleichtern. Dabei gilt es nicht nur, bestimmte, bereits erlernte Fähigkeiten einer Person zu rekonstruieren oder zu verbessern. Auch das Lehren völlig neuer Körper- und Sinnesfunktionen ist Teil des beruflichen Alltags eines Arbeitstherapeuten. Dazu setzen Arbeitstherapeuten mitunter handwerkliche oder künstlerische Aufgaben ein.

Die verschiedenen Einsatzgebiete

Das Einsatzgebiet von Arbeitstherapeuten umfasst viele verschiedene Wirkungsstätten. So sind angehörige dieses Berufszweiges unter anderem in Rehakliniken tätig, wo sie ihren Patienten dabei helfen, bestimmte Fähigkeiten, die infolge eines Unfalls oder einer Krankheit verlorengingen, wiederzuerlangen. Fernhin kommen Arbeitstherapeuten auch in Pflege- und Altenheimen zum Einsatz und arbeiten darüber hinaus in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen.

Die Ausbildung zum Arbeitstherapeuten

Um die Qualifikation für die Tätigkeit eines Arbeitstherapeuten zu erlangen, gibt es verschiedene Wege. Einerseits besteht die Möglichkeit einer dreijährigen Berufsausbildung. Im Zuge der Ausbildung spezialisieren sich die Teilnehmer dabei auf unterschiedliche Fachrichtungen. Während die ersten beiden Ausbildungsjahre an einer speziellen Fachhochschule durchgeführt werden, dient das dritte Jahr dazu, den Auszubildenden Praxiserfahrungen zu vermitteln. Gemeinhin wird diese letzte Phase der Ausbildung auch als „Berufsanerkennungsjahr“ bezeichnet.

Die Alternative zu der soeben erwähnten Ausbildung stellt der Weg über ein Hochschulstudium dar. Hierbei belegen die Studenten den Studiengang der Ergotherapie, welches an einigen Universitäten unseres Landes als eigenständiges Fach angeboten wird. So haben die Studierenden die Möglichkeit, ihr Studium entweder mit dem Bachelor oder aber weiterführend mit dem Master-Abschluss abzuschließen und sich daraufhin verschiedenen Einrichtungen der Arbeitstherapie anzuschließen. Überdies ist es möglich, die Ausbildung in Form eines dualen Studiengangs zu absolvieren. Diese Variante vereint die schulische Ausbildung mit dem Besuch einer Hochschule.

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