Wann braucht man eine 2. Lohnsteuerkarte?

Wann braucht man eine 2. Lohnsteuerkarte

Wer neben dem Hauptberuf eine zweite Tätigkeit ausüben möchte, benötigt unter Umständen eine zweite Lohnsteuerkarte. Abhängig ist dies von der Verdiensthöhe in der Nebentätigkeit.

In diesem Fall ist eine zweite Lohnsteuerkarte erforderlich

Eine zweite Lohnsteuerkarte wird benötigt, wenn neben dem Hauptberuf einer Nebentätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber nachgegangen wird, die nicht die Voraussetzungen für einen Minijob erfüllt. Ein Minijob liegt vor, wenn das monatliche Arbeitsentgelt die Grenze von 400 Euro nicht übersteigt bzw. der jährliche Verdienst unter 4.800 Euro liegt.

Ein Beispiel: Wer im Hauptberuf monatlich 900 Euro verdient und sich nebenberuflich 300 Euro dazuverdient, benötigt keine zweite Lohnsteuerkarte, da die Voraussetzungen für einen 400-Euro-Minijob erfüllt sind.

Beläuft sich das Einkommen der nebenberuflichen Tätigkeit auf über 500 Euro, wird hingegen eine zusätzliche Lohnsteuerkarte benötigt. Das Einkommen aus dem Nebenjob übersteigt die Grenze von 400 Euro und muss daher in der Steuerklasse VI versteuert werden. Die zweite Lohnsteuerkarte wird von der zuständigen Behörde ausgestellt.

Die zweite Lohnsteuerkarte beantragen – so geht’s

Wird bei der nebenberuflichen Tätigkeit die Einkommensgrenze überschritten, so muss eine zweite Lohnsteuerkarte beantragt werden. Dies ist bei der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung möglich. Zuständig ist immer die Behörde, bei welcher der Arbeitnehmer mit seinem aktuellen Wohnsitz gemeldet ist – und zwar zum 20. September des aktuellen Jahres.

Die zweite Lohnsteuerkarte enthält grundsätzlich die Steuerklasse VI. Dadurch wird ausgesagt, dass der Arbeitgeber das Einkommen aus der Nebenbeschäftigung höchstmöglich versteuert. Mit der Einreichung der Einkommenssteuererklärung können Arbeitnehmer einen Teil der Steuerabzüge zurückbekommen.

Freibetrag auf der zweiten Lohnsteuerkarte eintragen lassen

Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, auf der zweiten Lohnsteuerkarte einen Freibetrag notieren zu lassen. Dies ist möglich, wenn der Grundfreibetrag auf der ersten Lohnsteuerkarte nicht ausgeschöpft ist, was zum Beispiel der Fall ist, wenn der Verdienst aus der Haupttätigkeit zu niedrig ausfällt.

Soll auf der zweiten Lohnsteuerkarte ein Freibetrag eingetragen werden, muss auch die erste Lohnsteuerkarte bei der Behörde vorgelegt werden. Die erste Lohnsteuerkarte muss mit dem Hinzurechnungsbetrag versehen werden, damit die Berechnung der Steuern künftig unkompliziert erfolgen kann.

Fazit: Wann braucht man eine zweite Lohnsteuerkarte und wer stellt sie aus?

Eine zweite Lohnsteuerkarte wird benötigt, wenn die nebenberufliche Tätigkeit mehr als 400 Euro pro Monat bzw. 4.800 Euro pro Jahr abwirft. Ausgestellt wird sie von der zuständigen Stadtverwaltung, die hierzu lediglich den Personalausweis und gegebenenfalls die erste Lohnsteuerkarte benötigt. Das Ausstellen der zweiten Lohnsteuerkarte erfolgt in der Regel sofort, wobei je nach Tätigkeit eine Bestätigung des Arbeitgebers vonnöten ist. Das zuständige Amt kann weitere Informationen zur zweiten Lohnsteuerkarte geben.

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