Platzkauf & Versendungskauf – wo liegt der Unterschied?

Platzkauf & Versendungskauf

Sie möchten wissen, was ein Platzkauf ist? Sie möchten mehr über den Unterschied einen Platzkaufes zu einem Versendungskauf erfahren? Dann können Sie im nachfolgenden Text eine informative und spannende Unterscheidung beider Kaufvertrags-Varianten lesen. Zunächst wird erläutert, was ein Platzkauf und was ein Versendungskauf ist.

Platzkauf – was ist darunter zu verstehen?

Ein anderer Begriff für Platzkauf ist Platzgeschäft. Wenn ein Kaufvertrag geschlossen wird, dann existieren in der Regel ein Verkäufer und ein Käufer. Bei einem Platzkauf sind sowohl Käufer als auch Verkäufer am identischen Ort. Das ist namensgebend für den Platzkauf. Die Vertragspartner befinden sich am selben Ort. Mit Ort muss nicht ein Geschäft gemeint sein, indem sich die Vertragspartner befinden. Es geht darum, dass der Geschäftssitz von Käufer und Verkäufer im identischen Ort, beispielsweise Dortmund, liegt. Der Platzkauf ist gegenteilig zum Distanzkauf, Versendungskauf und zum Fernkauf.

Gibt es eine Versendung von Artikeln beim Platzkauf?

Die Warenübergabe durch Versendung erfolgt auch beim Platzkauf. Die Versandkosten trägt bei einem Platzkauf der Käufer. Es sei denn, es sind zwischen Verkäufer und Käufer andere Vereinbarungen getroffen worden. Das bedeutet, dass auch vereinbart werden kann, dass der Verkäufer die Kosten des Warenversands übernimmt. Ohne Vereinbarung müssen die Versandkosten bereits ab Geschäftssitz des Verkäufers vom Käufer übernommen werden. Es wird in dem Zusammenhang auch die Bezeichnung „ab Werk“ verwendet.

Versendungskauf – was ist damit gemeint?

Der Versendungskauf beschreibt eine Handelsvariante bei der die Geschäftspartner an verschiedenen Orten sind. Der Geschäftssitz von Käufer und Verkäufer ist an unterschiedlichen Plätzen, beispielsweise in verschiedenen Städten, zu finden.

Gibt es eine Versendung von Artikeln beim Versendungskauf?

Der Versendungskauf ist eine Handelsvariante bei der ein Dritter (Transportunternehmen) mit dem Versand der Ware beauftragt wird. Der Verkäufer muss die Kosten des Versandes bis zur Versandstation des beauftragten Transportunternehmens bezahlen. Ist die Ware in der Versandstation angekommen, dann übernimmt der Käufer die weiteren Kosten des Transports. Es können beispielsweise Verladekosten, Frachtkosten sowie Entladekosten auf den Käufer zukommen. Des Weiteren kann auch die Hausfracht bis zum Käufer (Bestimmungsort) berechnet werden. In dem Zusammenhang wird der Versand von Versandstation bis zum Bestimmungsort als „unfrei“ bezeichnet.

Gibt es eine Handelsvariante, bei der kein Warenversand notwendig ist?

Der Präsenzhandel ist eine Handelsvariante, bei der die Ware nicht versendet, sondern vom Verkäufer direkt an den Käufer übergeben wird. Der Präsenzhandel ist den meisten Menschen als „Einkaufen direkt vor Ort“ bekannt. Das Einkaufen in Supermärkten, Kaufhäusern und sogar der Kauf einer Ware an einem Verkaufsautomaten entsprechen einem Präsenzhandel. Die Ware wird direkt an den Käufer vom Verkäufer übergeben. Es wird in dem Zusammenhang von „Erfüllungsort“ gesprochen. Der Erfüllungsort ist beim Präsenzhandel der Geschäftssitz bzw. die Geschäftsfiliale des Verkäufers.

Welche Nachteile hat ein Versandhandel?

Der Versandhandel ermöglicht nicht die direkte, sofortige Übergabe einer Ware von dem Verkäufer an den Käufer. Der Käufer könnte den bestellten Artikel beim Verkäufer direkt abholen. Der Käufer entschließt sich aber bewusst für einen Versand. Der Nachteil ist, dass der Käufer die bestellte Ware nicht persönlich gesehen hat. Der Käufer kann sich erst vom Zustand der Ware überzeugen, wenn diese geliefert wurde. Im Vergleich zum Präsenzhandel entsteht dem Käufer ein Nachteil. Es kommt im Versandhandel häufig vor, dass der Käufer die Ware bereits bezahlt, bevor er diese geliefert bekommt. Das ist ein Nachteil für den Käufer, der in Kauf nehmen muss, dass die Ware nicht mangelfrei bei ihm ankommt.

Was ist der Unterschied zwischen Platzkauf und Versendungskauf?

In beiden Fällen kann die Ware versandt werden. Der Platzkauf findet aber innerhalb eines Ortes statt, während beim Versandhandel der Geschäftssitz der jeweiligen Vertragspartner in der Regel an verschiedenen Orten ist. Beim Platzkauf muss der Käufer die Versandkosten direkt ab Werk tragen. Beim Versendungskauf ist der Verkäufer für den Transport zu einer Versandstation in der Zahlungspflicht.

Versendungskauf – eine dritte Partei wird beauftragt

Zum Transport der bestellten Ware wird ein Dritter beauftragt. Zu diesem Zweck darf der Verkäufer ein Transportunternehmen in die Pflicht nehmen. Als gängige Transportunternehmen gelten Paketdienste, die Post sowie Schiff, Flugzeug und Eisenbahn. Auch Spediteure können zum Transport der Ware beauftragt werden. Die Beauftragung von Unternehmen, die per Flugzeug, Eisenbahn oder Schiff transportieren, wird als Frachtführer bezeichnet. Der Spediteur kann ebenfalls zu einem Frachtführer werden, wenn er der Ausführende des Transportes ist.

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